Verein

Gegründet wurde der Heimat- und Kulturkreis 1968. Entstanden aus einer Gruppe von Fußgönheimer Bürgern, die den Verfall des einzigen hallbergischen Schlosses verhindern wollten. Es gelang, die katholische Pfarrgemeinde, die eine neue Kirche suchte, für die Erhaltung des Schlosses zu gewinnen. Deshalb ist die heutige katholische Kirche im Hauptgebäude des Schlosses untergebracht. Die ehemalige Kapelle im linken Flügel wurde durch die Räumlichkeiten des Hauptgebäudes erweitert.

Der Heimat- und Kulturkreis bemüht sich auch um die Erhaltung und Dokumentation der Geschichte des Schlosses. Erbaut zwischen 1730 und 1742 von der Familie Hallberg. Aus der Familie Hallberg geht die Familie Leibl hervor, wobei Karl (1784) Dom-Kapellmeister in Köln war und dessen Sohn Wilhelm (1844 – 1900) als der größte Maler realistischer Kunst gilt. Eines der besonderen Verdienste des Heimat- und Kulturkreises ist die Ermöglichung der Grablegung der Familie Hallberg zurück in ihre Gruft im Schloss.

Heute unterhält der Heimat- und Kulturkreis in erster Linie ein heimatkundliches Museum in den Seitengebäuden des Schlosses. Hier wird alles gesammelt, was mit dem Dorf und seiner Geschichte und der näheren Umgebung zu tun hat.

Im Museum befinden sich eine Sammlung der Vor- und Frühgeschichte (beginnend mit Funden die 8000 bis 10000 Jahre alt sind, Funden der Kelten, Römer und Franken), eine historische Textiliensammlung, eine Sammlung von Gerätschaften, Maschinen und Werkzeugen landwirtschaftlicher Berufe, eine Millitaria-Sammlung, Objekte und Dokumente über das Fußgönheimer Schloss und deren ehemaligen Besitzer. Wir betreiben weiterhin auch Sammlungen über die Geschichte des Wäschewaschens „Geschichte des Wasch- und Plätttages“, besonders schöne Exponate aus unseren Ostereierausstellungen und eine Sammlung historischer Spielsachen. Versucht wird dem Menschen von heute das ländliche Leben im 19. Jahrhundert anschaulich näher zu bringen.

Der Heimat- und Kulturkreis pflegt Traditionen. Er war maßgeblich an der Wiederbelebung des Kerweumzuges bzw. der gesamten Kerwetradition beteiligt. Heute führt dies im Interesse aller Bürger ein eigens gegründeter Förderverein weiter.

Aus dem Heimat- und Kulturkreis ist auch das Kartoffelmuseum hervorgegangen. Ein Museum, das weit über die Grenzen Fußgönheims hinaus bekannt geworden ist und die Geschichte der Kultivierung der Kartoffel erzählt.

Der Heimat- und Kulturkreis betreibt den ältesten Ostereiermarkt in Deutschland. Bereits 1977 öffnete dieser Markt das erste Mal seine Tore. Nur der Ostereier Merit in Bern ist älter.

Außer dem Erhalt oder dem Wiederbeleben alter Traditionen und Geschichten steht der Heimat- und Kulturkreis auch für die Gegenwart. Regelmäßige Ausstellungen von Künstlern, die in irgendeiner Form mit unserer Region verbunden sind, Lesungen oder Musikveranstaltungen werden im Museumsseitentrakt oder in der Museumscheune durchgeführt.

Diese kleine Ausführung soll verdeutlichen, dass unser Vereinsname auch unser Programm ist.

Der Heimat- und Kulturkreis versteht sich zu jeder Zeit als der Mittelpunkt der vielfältigen kulturellen Aktivitäten der Fußgönheimer Bürger in der Region.

Je mehr Bürger sich bei uns engagieren, desto vielfältiger kann auch unser Programm sein.

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Heimat und Kulturkreis Fußgönheim